12 Stunden Fahrt nach Italien, im Gepäck 36 Schüler*innen, 4 beschäftigte und organisierende Lehrer und zahlreiche, viel zu volle Koffer. Noch wissen die Schüler*innen nicht, was auf sie wartet, dennoch sind sie voller Vorfreude auf die bevorstehenden Tage der diesjährigen Kurs-Ski-Fahrt des GFBs.
Der Kurs der EF und vereinzelte Schüler*innen der Jahrgangsstufe 10 begeben sich also am Morgen des 07.02.2026 zum Parkplatz des Solimare um sich auf den Weg nach Südtirol zu machen. Es ist früh und dunkel und die Stimmung könnte nicht aufgedrehter und doch zugleich müder sein.Nachdem auch der letzte Koffer verstaut ist, macht sich die Truppe auf den Weg von Deutschland durch Österreich nach Südtirol. Nach einer spektakulären Busfahrt inklusive geblitztem Bus ist der Zielort „Pension Knappendorf“ erreicht. Dies soll die Bleibe für die nächsten Tage sein.
Am ersten Tag geht es los, das erste Mal auf Skiern, zumindest für viele. Die Landschaft ist in Nebel getaucht und der Schnee glitzert, ein schönes Panorama, doch keine Zeit dieses länger zu betrachten. Nachdem die Skiausleihe besucht wurde, geht es los. Die Reisegruppe wird in drei Gruppen aufgeteilt, Anfänger, Fortgeschrittene und Profis. Diese Gruppen begeben sich auf verschiedene Pisten. Bei den einen funktioniert die Abfahrt schon gut, bei den anderen eher weniger. Die nächsten Stunden sind gefüllt mit spektakulären Stürzen, Frustration bei Rückschritten und atemberaubenden Aussichten. Auch wenn sich die ersten Abfahrten zunächst unsicher anfühlen, wird weitergekämpft, auch bei schmerzenden Füßen und laufenden Tränen. Am Ende des Tages ist die Luft mit Erschöpfung, aber auch Stolz gefüllt und irgendwo dazwischen schwebt auch etwas Erleichterung, dass der Tag geschafft ist, „Das beste Gefühl war es, diese blöden Ski-Schuhe auszuziehen“, erzählt eine Schülerin.
Auch wenn der erste Tag anstrengend war, am nächsten geht es mit derselben Energie weiter wie am vorherigen, keine Zeit für Schonungen! Zumindest war dies der eigentliche Plan, allerdings hat es einige Schüler*innen schwer erwischt. So haben sich einige der motivierten Ski-Fahrer*innen verkühlt und ihr eigentlich so unbeschwerter und fröhlicher Ski-Trip ist nun geprägt von Husten und Erkältung. Trotzdem schlagen sie sich wacker, als sie mit dem Rest der Gruppe auf den Berg kämpfen, sich am Gipfel aber lieber in die warme und wetterfeste Hütte begeben. Für den Rest geht es aber wieder den Berg hinunter. Viele sind überrascht, heute klappt die Abfahrt schon viel leichter und auch so manche blauen Flecken bleiben aus. Auch dieser Tag ist gefüllt mit Abfahrten, neuen Erfahrungen und viel Lachen. Besonders ist, dass die Schüler*innen über sich hinauswachsen können. Jeder für sich selbst, jeder auf seine eigene Art. Sei es das alleinige Ski fahren ohne Begleitung oder die gefährlich aussehende Piste, die mit viel Überwindung dann schließlich doch befahren wird.
Die nächste Woche ist gefüllt mit dem Geräusch von Skiern auf Schnee und ausgelassener Stimmung. So bricht in den folgenden Tagen eine Schneeballschlacht zwischen Schülern und Lehrern aus, zu den vorherigen Stürzen und Stolperern kommen noch ungefähr 100 weitere dazu und dies alles wird beobachtet von den erkälteten Mitreisenden aus dem Warmen heraus. Trotzdem kann die Kälte und herumgehende Erkältungswelle die Gruppe nicht schlecht stimmen. Nach den anstrengenden Vor- und Nachmittagen geht die gute Laune in der Pension weiter. Das Essen, bestehend aus Vor- sowie Nachspeise und Hauptgang, schmeckt den Schüler*innen und nichts kann die gute Laune verderben. So werden neue Freundschaften geschlossen und die Abende sind gefüllt mit Tischtennis- und Kicker-Spielen, bei denen auch die Lehrer mitfiebern und mitspielen. Insgesamt herrscht eine freundschaftliche und harmonische Stimmung zwischen der Schülerschaft und Lehrerschaft.
So schön die Zeit auch war, so geht jede noch so großartige Reise zu Ende. So müssen auch die Schüler und Schülerinnen des GFBs am 13.02.26 schon wieder ihre Koffer packen und in den Bus steigen. Das Gepäck ist schwer, fast schon schwerer und voller als zuvor, vielleicht liegt dies am Muskelkater oder auch den Erinnerungen die die Schüler*innen mit sich nehmen. In der Luft liegt Müdigkeit und Schwermütigkeit, da dass Abenteuer Skifreizeit nun endgültig zu Ende ist. Trotzdem kann man in den Gesichtern einiger auch Erleichterung sehen, da die anstrengenden und herausfordernden Tage nun vorbei sind. Morgens aufzustehen ohne die unbequemen Skie-Schuhe anzuziehen ist schließlich auch ganz schön. Zurück bleibt das Gefühl über sich hinausgewachsen zu sein und sich etwas getraut zu haben sowie neue Freundschaften geschlossen zu haben und auch ein paar blaue Flecken, die wohl noch ein paar Wochen andauern werden, bleiben. Dies nehmen die Reisenden auf der Rückfahrt nach Deutschland aus Südtirol mit sich und auch nichts kann ihnen dies mehr nehmen.

eine Reportage von Lotta, Mia, Frieda und Rike